'Upper West', Berlin: Gutachterliche Stellungnahme zur Frage des Einflusses des Neubaus 'Upper West', Berlin, auf die Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit der Nachbarbebauung

Auftraggeber:
Atlas Tower GmbH & Co. KG, c/o Strabag Real Estate GmbH, Berlin
Durchgeführte Arbeiten:
Gutachten
Bearbeitungszeitraum:
2014

Die Atlas Tower GmbH & Co. KG plant den Neubau eines Hochhauses mit 32 Obergeschossen (Turmgebäude) und eines Riegelgebäudes mit 7 Obergeschossen. Die Gebäude erhalten jeweils 4 Untergeschosse, die in einer gemeinsamen Baugrube hergestellt werden. Die Gründung des Riegelgebäudes erfolgt über eine Bodenplatte, die des Turmgebäudes mit Hilfe einer kombinierten Pfahl-Plattengründung (KPP / Pfähle fuß- und mantel-verpresst).

In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das

  • City Light House aus dem Jahr 2002, bestehend aus 8 Obergeschossen und 3 Untergeschossen


und die

  • Gloria Galerie (Bauteil 1,2,3,4,5 und 6) aus den 1960er Jahren. Hierbei handelt es sich in weiten Teilen um eine 2-geschossige Einkaufs-Passage und ein Untergeschoss auf einer 1m dicken Bodenplatte.


Die Baugrubensicherungsmaßnahmen für den Neubau sowie die großen Fundamentlasten des Neubaus führen zu Mitnahmesetzungen der Nachbarbebauung, die die Gebrauchstauglichkeit und Standsicherheit beeinträchtigen können. Aus diesem Grunde wurden Verformungsprognosen mit Hilfe des Programms „Plaxis 2D, Version 2012“ erstellt, wobei die Bodenverformungen (Bauwerksverformungen) für mehrere Bauphasen untersucht wurden.
Für die Nachbarbebauung Gloria-Galerie beispielsweise wurden 13 Phasen untersucht und die errechneten Verformungen mit den „zulässigen“ Verformungsdifferenzen verglichen. Da normative Regelungen für „zulässige“ Setzungsgrößen nicht vorliegen, wurde das Ingenieurbüro Dr.-Ing. Klemens Pelle (jetzt Pelle-IDN Ingenieurges. mbH) beauftragt, zu den angesetzten Verformungsgrenzwerten gutachterlich Stellung zu nehmen sowie die Setzungsempfindlichkeit beider Nachbarbebauungen zu untersuchen.