Hotel Titanic, Berlin

Architekt:
nps tchoban voss, Dresden
Auftraggeber:
Moonday Projektentwicklungs GmbH über Dr.-Ing. Pelle Ingenieurges. mbH, Berlin
Durchgeführte Arbeiten:
Gebäude HOAI §49 LPh 1-5, Baugrube HOAI §49 LPh 1-5 inkl. Ausschreibung
Bearbeitungszeitraum:
2012 - 2014

Der Hotelkomplex des Titanic Hotels in der Chausseestraße hat sechs Obergeschosse und zwei Untergeschosse und wird auf einem ca. 6.800 m² großen Grundstück zwischen 2012 und 2014 errichtet. Mit einer Bruttogeschossfläche von über 33.000 m² verfügt das Hotel über 388 Hotelzimmer, über einen ca. 8 m hohen stützenfreien Ballsaal (über das EG und 1. OG) mit einer Grundfläche von ca. 54 x 28 m, über einen Wellnessbereich und eine Tiefgarage.

Das vorhandene Baugrundstück weist einige Besonderheiten auf:

  • Auf dem Grundstück befinden sich zwei Stahlbetonbunker aus dem Jahre 1941/1942. Im Jahr 1960 wurde versucht, die Decken der Bunker zu sprengen, was nur teilweise gelungen ist
  • Bereichsweise liegt direkt an der Baugrenze eine sechsgeschossige Randbebauung vor. Diese Gebäude wurden um die Jahrhundertwende ca. 1900 gebaut. Bei der Sprengung der Bunkerdecke wurden seinerzeit mehrere Wohnungen der Chausseestraße 32 zerstört, die nicht wieder aufgebaut wurden.
  • Entlang der Chausseestraße verläuft im Abstand von ca. 5 m die U-Bahn-Linie U6, die lediglich eine Überdeckung von ca. 1 m hat.


Zur Erstellung der Baugrube Hotel Titanic ist eine ca. 9,0 m tiefe Baugrube erforderlich. Zur Minimierung einer weitreichenden Grundwasserabsenkung ist eine wasserdichte Baugrubenumschließung sowie eine wasserdichte Sohle (HDI oder Weichgelsohle) geplant.

Die genehmigte Baugrube weist ganz unterschiedliche Bereiche auf.

Die Baugrubensicherungsmaßnahmen werden den angetroffenen Verhältnissen angepasst, und zwar im Einzelnen:

  • Verbaumaßnahme entlang der Chausseestraße im Bereich des U-Bahntunnels. Die Bunkerwand bleibt erhalten und ist ein Teil des Verbaus. Unterhalb der Bunkerwand wird eine HDI-Injektion in Breite der Bunkerwand angeordnet. Der gesamte Baukörper erhält eine temporäre Verankerung. Diese Verbaumaßnahme gilt auch im Bereich der Randbebauung.
  • Verbaumaßnahme entlang der Gebäude Chausseestraße 29 und 32:

Die Standsicherheit für die Giebelwände wird durch tangierende einfach verankerte Bohrpfähle sichergestellt. In den Zwickeln der Bohrpfähle ist wiederrum eine HDI-Injektion vorgesehen.

  • In den Restbereichen erfolgt die Baugrubensicherung durch einfach verankerte, wasserdichte Spundwände.
Ballsaal
Ballsaal
Lichthof
Gebäudeschnitt (Ballsaal)